Allgemeines zu Standort und Pflege: Die ersten Pflanzen wurden im Jahre 1714 nach Mitteleuropa gebracht. Der Türkenmohn ist ein hervorragender Farbspender und ein echter Höhepunkt für den Garten. Seine brennend roten, seidig zerknitterten Blüten heben sich wie ein Feuerwerk hervor. Türkische Mohn Hybriden sind aus Kreuzungen zwischen zwei Arten aus Anatolien, P. orientale und P. bracteatum, entstanden. Der Mohn fühlt sich in sonnigen Lagen mit tiefgründigem Boden am wohlsten. Er bildet Pfahlwurzeln tief ins Erdreich. Der Wuchs ist horstbildend. Nach der Blüte wird die Pflanze etwas unansehnlich, deswegen ist es vom Vorteil, ihn zusammen mit anderen spätblühenden Stauden zu setzen, die die braunen Blätter und Stengel kaschieren. Sobald die Blätter und Stengel welk sind, können sie weggeschnitten werden. Vermehrung erfolgt durch Teilung im Spätsommer bzw. Aussaat. Für eine gelegentliche Kompostgabe im Herbst oder Frühjahr ist er dankbar.
Neben den bekannten Zuchtformen mit schwarzem Fleck an der Basis der Blütenblätter, wurden mittlerweile auch weiß blühende Arten gezüchtet.
Die Blüten im knospigen Zustand geschnitten, halten dann besonders lange in der Vase.
Der Türkenmohn enthält im Milchsaft der Fruchtkapsel bis zu 3% Alkaloide, deren wichtigste Vertreter das Oripavin und das Thebain sind. Beide Alkaloide sind strukturell verwandt mit dem Morphin des Schlafmohns (Papaver somniferum). Morphin selbst wurde im Türkenmohn nicht nachgewiesen.

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